Bobs Blogparade: ein Rückblick

Der November stand in einer meiner Ecken von Twitter im Zeichen eines Aufrufs von Bob Blume zu einer Blogparade mit dem Titel «Zeitgemäßes Lernen konkret». Für alle Leser, die noch keinen Blick auf die Beiträge geworfen haben: hier geht’s zur Blogparade. Ich bin im Normalfall kein Freund von Blogparaden. Warum? Das zeigt sich auch hier, allerdings zeigt diese Blogparade auch, dass ich meine Haltung überdenken sollte, denn diese Blogparade hat mich auch davon überzeugt, dass es lohnend sein kann, zu einer solchen Aktion aufzurufen.

Über 25 Beiträge! Was hat er denn?

Ja, wieso bin ich war ich solchen Blogparaden gegenüber skeptisch eingestellt? Weil die ein Thema haben. 😏 Das Thema dieser Blogparade lautete «Zeitgemäßes Lernen konkret». Über das erste Wort lässt sich vortrefflich streiten, aber das sind verbale Florettfechtereien, die mich nicht interessieren. Wer würde denn schon etwas lesen, dass explizit als «unzeitgemäß» betitelt ist?

Die beiden folgenden Worte allerdings erwiesen sich als literarischer Hadrianswall, an den die bloggenden Horden aus den Weiten des Cyberspace oft vergeblich anrannten. Was ich damit meine? Dass mindestens die Hälfte der Autoren eine klassische Themaverfehlung hingelegt hat. Über was schrieben die Leute, vermutlich geprägt durch andauernde Diskussionen im «Twitterlehrerzimmer»?

Zitate aus der Blogparade

Ich hätte gerne mehr über Lernen und konkret gelesen, muss ich gestehen.

Allerdings … Natürlich gibt’s ein «Allerdings» 😉

Damit sind wir auch schon beim Punkt, der mich überzeugt hat, dass solche Blogparaden gewinnbringend sein können. Es haben Personen wie Jakob Huber aufgrund dieser Aktion begonnen, ein Blog zu schrieben, andere wie der geschätzte Maik Rieken haben sich geäußert, die ich auf Twitter vermisse. Zusätzlich habe ich aus den Beiträgen, die sich nicht um irgendwelche Vorgaben wie Lernen konkret scherten, sehr viele interessante Gedanken mitgenommen und viel gelernt. Wie ich immer schreibe: meine eigenen Standpunkte kenne ich ja, wegen derer bin ich nicht auf Twitter. 😄

Aus diesen Gründen werde ich mich auch bei einer der nächsten Blogparaden wieder beteiligen, weil ich den Austausch und das Wechselwirken der Beiträge untereinander sehr schätze. Dann ist es halt keine monothematische Sammlung von Beiträgen mehr und damit das Problem der Person, die die Beiträge kuratiert, was soll’s …

Was Bob selbst dazu geschrieben hat?

Auch Bob Blume hat natürlich als Initiator sein persönliches Fazit gezogen, das ich im Sinne der Vollständigkeit hier mit verlinke. Viel Spaß biem Lesen.

Mein Fazit

Es war interessanter und besser, als ich zu Beginn dachte. Was mit besonders gut gefiel, war die Beteiligung von Blog-Neulingen, Wiedereinsteigern ins Bloggern, Berufsanfängern und mit Leuten wie Jakob Huber und ich auch Beiträge aus der Aussenperspektive. Interessanterweise haben sich die «Platzhirsche» im Twitterlehrerzimmer zurück gehalten. Es gibt wie in jedem Feld auch hier die Lordsiegelbewahrer der akademischen reinen Lehre, aber der Olymp war wolkenverhangen, was möglicherweise gerade auch diese Vielfalt ermöglichte. 😄

Ich bedanke mich bei allen Autorinnen und Autoren, deren Beiträge ich lesen durfte, bei Bob für diese großartige Idee und wünsche allen eine friedliche und besinnliche (ja, auch hier auf Twitter) Advents- und Weihnachtszeit. Ich freue mich auf die nächsten Aufrufe und habe gelernt, dass Themenvorschläge in einem Medium, dass auch dem Opfern von Freizeit und Freiwilligkeit basiert, eben das sein sollten: Vorschläge und keine Leitplanken.

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