Bücher zum Präsentieren

Präsentations-Lektüre

Ich bin gerade dabei, Bücher auszusortieren und die wichtigen in Umzugskisten zu verstauen. Keine leichte Aufgabe, wenn Du ein Liebhaber von Büchern bist. Im Gegensatz zu eBooks aber korreliert bei Tinte auf toten Bäumen die Anzahl sehr deutlich mit dem Volumen. 😉 Nachdem ich bereits eine Zusammenstellung für das Themenfeld Netzgeschichte und die Köpfe dahinter gepostet habe, kommt hier nun eine kleine Zusammenstellung von hilfreichen Büchern für das Planen und Erstellen von Präsentationen.

Auch für diese Zusammenstellung gilt: völlig subjektiv, garantiert unvollständig und nach einem einfachen Kriterium getroffen: dem Grad der Zerfledderung durch Lesen und Anzahl der Lesezeichen.

Made to Stick

Ideen, die hängen bleiben

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Nicht nur für das Thema Präsentationen, sondern generell im Bereich «Storytelling» ein Klassiker. Dan und Chip Heath zeigen überzeugend, wie sich Ideen so formulieren und kommunizieren lassen, dass Sie «kleben bleiben».

Presentation Zen

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Dieses Buch war eine Offenbarung in knapp über 200 Seiten. Garr Reynolds hat hier perfekt zusammengefasst und erklärt, wie eine sehr gute Präsentation zugeschnitten auf die jeweilige Zielgruppe entsteht. Es gibt nicht die eine Präsentation, sondern verschiedene Typen. Dazu viele Erfahrungen und Tipps aus der Praxis und dem interkulturellen Umfeld. Wie Seth Godin schrieb: «Kaufen Sie dieses Buch nicht! Wenn Sie alle jetzt bessere Präsentationen bauen, sehen meine nicht mehr so gut aus.» 😄

Presentation Zen DESIGN

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Das «Sequel» zu Presentation Zen und einer der seltenen Fälle, in denen ein Sequel die Qualität des ersten Teils erreicht, wenn nicht sogar übertrifft. Garr Reynolds erläutert die Schritte und beim Bauen von Präsentationen, erklärt Stilmittel und Techniken. Ein genialer Werkzeugkasten für alle, die wollen, dass ihr Publikum auch am Ende der Präsentation noch wach und interessiert ist.

Slideology

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Nancy Duarte hat eine Firma für professionelle Kommunikation und erstellt Präsentationen, die weltweit Beachtung finden (Al Gore’s «Eine unbequeme Wahrheit» stammt aus dieser Werkstatt). Slideology ist ein unverzichtbarer Ratgeber für die Erstellungen herausragender Präsentationen und zusammen mit Presentation Zen die ideale Kombination, da sich die Ansichten und Vorstellungen der beiden Profis sehr gut ergänzen.

Resonate

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«Visual Storytelling», das ist es, was nach Nancy Duarte eine perfekte Präsentation ausmacht. Dazu gehört eine Struktur, ein Drehbuch und eine Dramaturgie. Diese Punkte behandelt «Resonate». Aufbau von Geschichten, Orientierung am Publikum, die Heldenreise als Präsentation und wichtige Stilmittel bieten eine großartige Fundgrube für eigene Präsentationen. Dazu gibt es detaillierte Analysen einige bedeutender Reden und Präsentationen. Ebenso unverzichtbare wie die drei Bücher vorher.

The Non-Designers Design Book

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Eine Grundeinführung für den visuellen Laien, so lautet der Untertitel. Hier werden die grundlegenden Prinzipien wie Struktur, Ausrichtung, Kontrast, Leerraum und Schrift erläutert. Dazu gibt es Tipps für die Gestaltung bestimmter Arten von Dokumenten und auch immer wieder ein «how not to do it». Wer noch keine Erfahrung mit der Gestaltung von Dokumenten hat, sollte sich dieses Buch zulegen.

The Non-Designers Type Book

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Typografie, Schriften, Schriftschnitte und alle diese Dinge sind für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Das «Type Book» hat nicht den Profis, sondern den «Ich muss da jetzt was machen»-Anwender im Blick und gibt eine gute Einführung in das Themenfeld Schriften, Typographie und Wirkung von Schriftarten.

The Non-Designers Presentation Book

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Mit etwas über 150 Seiten eine kompakte Übersicht mit dem Schwerpunkt Gestaltung von Slides und wichtiger Prinzipien bei der Erstellung von Präsentationen. Dazu einige Praxis-Tipps für die einzelnen Präsentationsprogramme. Ein guter Einstieg, wenn auch meiner Meinung der analoge Teil der Arbeit (Message, Storyboard und Dramaturgie) etwas zu kurz kommt.

Erste Hilfe in Typografie

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Genau das, was der Titel verspricht. Ein Ratgeber zur Gestaltung mit Schrift. Sehr print-orintiert, aber wertvoll. Allein die Seiten mit verschiedenen Papieren zeigen die Veränderung der Wirkung sehr gut. Lesbarkeit, Arbeiten mit Leerraum und Textstruktur, Einführung in das Thema «Schrift» bis hin zu Hinweisen zum Binden, Kleben und der Gestaltung von Berichten. Was Dinge ausdrucken muss oder Dokumente für Print produziert, ist mit diesem Buch gut beraten.

Kleine Schlussbemerkung

Vielleicht haben Sie jetzt gedacht, «Da sind ja keine Bücher zu Powerpoint oder Keynote (oder…) dabei». Richtig, denn eine gute Präsentation ist völlig unabhängig von diesen Programmen. Je nach Präsentation kann der Beamer komplett entfallen oder Sie benötigen nur eine Flip-Chart. Oder Sie hauen mehr als 180 Folien in etwa 15 Minuten raus (und ja, das ist eine geniale Präsentation. Suchen Sie nach «Dick Hardt, OSCON 2005 Identity 2.0»). Wichtig ist, dass Sie Ihr Publikum erreichen und Ihre «Message» kommunizieren. Sehen Sie sich als mehr als jemand, der einen Kinofilm produziert als einen Folienschieber. Daher beginnt jede Präsentation auch analog mit Schmierzetteln, einem Storyboard und Klebezetteln. Erst sehr viel später kommt (eventuell) ein Präsentationsprogramm zum Einsatz. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, wie Ihr Publikum wach bleibt, schreiben Sie mir! Oder Sie folgen mir auf Twitter!

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