Ein Tag auf dem Tell

Ein typischer Grabungstag

Wie erkläre ich Schülerinnen und Schülern, was Wissenschaftler:innen so tun? Kleine Zusatzbedingung 😉 – ohne dass das Publikum einschläft oder sich lieber unter der Bank Insta und Tik-Tok widmet. Nicht so einfach? Kommt darauf an. Für die Archäologie hat Jens Notroff letzte Woche eine ebenso informative wie unterhaltsame Beschreibung eines typischen Arbeitstages veröffentlicht. Vor allem die Illustrationen, die Jens Notroff als »Expeditionsmaler« seit Jahren selbst erstellt, geben die Stimmung perfekt wieder.

Jens Notroff ist ein in Berlin lebender Archäologe, Illustrator und Wissenschafts-Kommunikator und war an Forschungsprojekten, Expeditionen und Ausgrabungen von der Arktis bis zum Nahen Osten beteiligt. Seine Forschungsinteressen umfassen das Neolithikum und die Bronzezeit. Tagebuch und Skizzenbuch sind seine unvermeidlichen Reisebegleiter und er setzt sich auch vehement für die Wiederauferstehung des Berufs des «Expeditionsmalers» ein. Dazu trägt er gerne seinen Teil bei: Stift auf dem Schreibtisch, Zeichenset im Feldrucksack und Bleistift im Staub und auch in den sozialen Medien unermüdlicher Kommunikator für die Wissenschaft und das Festhalten seines Berufs in Bildern.

Die beiden Posts auf Medium bzw. in einem Twitter-Thread sind allerdings in Englisch. Ich hatte diese für die interessierte Familie übersetzt und dachte mir dann, dass ein solcher Bericht sicher auch für den Unterricht interessant wäre. Daher habe ich Jens Notroff auf Twitter angeschrieben, ob ich aus den beiden Posts eine deutsche Übersetzung als PDF bzw. eBook anfertigen darf. Seine Antwort hat mich gefreut und ich hoffe, die Übersetzung wird dem Vertrauen gerecht.

Aber zum eigentlich Kern Deiner Nachricht: sehr, sehr gern gestatte ich die Verwendung dieser (ausgezeichneten!) Übersetzung. Es wäre mir wirklich eine Freude, auf diese Weise etwas zum Unterricht beitragen zu können, der ja sicher gerade dieser Tage auch alles andere als einfach ist - für Lehrer und Schüler. Deswegen kann ich diesen kleinen Vorstoß nur begrüßen! Nur zu!

Herzlichen Dank Jens für das Vertrauen und die Erlaubnis, den Text auf Deutsch für Schülerinnen und Schüler zugänglich zu machen!

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Ich habe das Dokument sowohl als PDF als auch als eBook (im Format ePub, z.B. für iOS oder andere eBook-Reader) erstellt.

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Für alle, die wissen wollen, was das «Tell» im Text eigentlich bedeutet, folgt im nächsten Absatz noch eine kleine Definition und zwei weitere Links zur Arbeit von Jens Notroff beim »Göbekli Tepe«-Projekt.

Ein «Tell»?

Ich zitiere aus der Wikipedia zum Eintrag «Tell«:

In der Archäologie bezeichnet das arabische Wort Tell (beziehungsweise Tel, arabisch تل, DMG Tall ‚Hügel‘, gemeint: Siedlungshügel) eine Erhebung, die durch wiederholte Besiedlung entstand. Auf Hebräisch nennt man Tells tel (תל), auf Türkisch Höyük oder Hüyük, auf Persisch Tepe oder Tappa, auf Griechisch Magoula (im nordgriechischen Makedonien auch Toumba genannt), Rumänisch Magura und auf Bulgarisch Mogila (eigentlich Grabhügel). Kom ist die Bezeichnung in Ägypten und im Nordsudan. Der auch in Südosteuropa Tellsiedlung genannte vorgeschichtliche Wohnhügel wird in Dänemark Byhøj (wörtlich Stadthügel) genannt.

Weiterführende Links:

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