Zollkiesel statt Meilensteine
Digitaler Zettelkasten eines chronisch Neugierigen
Zollkiesel statt Meilensteine
Digitaler Zettelkasten eines chronisch Neugierigen
Ich bin auf dem Blog von Andreas auf einen interessanten Blogpost zu einer blogging challenge, also einer Blogparade gestoßen. Alle bisherigen Einträge sind in Englisch, aber ich finde das Thema interessant und möchte das gerne in die deutschsprachige Blogosphäre tragen.
Ein paar der englischen Beiträge findet Ihr unter diesen URLs:
Manche der Beiträge sind kurz und knapp, andere gruppiert nach “Selbst gekauft”, “Vor meiner Geburt”, manche mit Bild, manche ohne. Wenn Ihr also mitmachen wollt, dann seid Ihr frei in der Gestaltung. 😉 Falls Ihr das im Fediverse teilt, dann verwendet bitte den Hashtag #AlteDinge, damit die Beiträge leicht zu finden sind.
Ich werde auch etwas gruppieren und deutlich kürzen, ich will Euch hier nicht mit Inventarlisten langweilen. 😎 Bücher sind so ein Beispiel für etwas, das nur kurz streife. Ich mag Bücher, auch alte. Das älteste dürfte eine Ausgabe von Sven Hedins “Abenteuer in Tibet” sein (1907), das ich von meiner Oma geerbt habe. Andererseits sind meine alten Bücher “bequeme und geliebte Lektüre, aber für jemand anders wahrscheinlich keinen Cent wert”.
Meine ersten Computer sind schon lange auf dem Lebens- und Umzugsweg verschwunden, der älteste von 1982 ging auf eine Reise nach Ostfriesland, mir fehlt schlicht der Platz für ein Computermuseum.
Was hebe ich dann auf? Dinge, die für mich einen persönlichen Bezug haben und nicht Kubikmeter an Lagerplatz benötigen. Da gibt es eine kleine Vitrine mit Erinnerungsstücken, von denen ich keine Ahnung habe, ob die später mal auf einem Flohmarkt landen oder in der Familie weitergegeben werden.
Meine erste Spiegelreflex-Kamera (schwer erarbeitet mit einem miesen Ferienjob) aus den 80ern. Funktioniert immer noch!
Im Keller liegt noch ein CB-Funkgerät, ein HF12 von dnt, mein erstes Funkgerät, für das ich mein Sparbuch geplündert habe (mein Papa hat sich auch eins gekauft und das war im Prinzip der Beginn von allem).
Ein oder zwei Flaschen Single Malt, die schon deutlich volljährig sind, gibt es natürlich auch noch. Wenn ich schon Bücher zum Thema schreibe, muss das “Recherchematerial” ja auch vorhanden sein. 😉
Ich habe einige echt alte Dinge selbst gefunden: einen fossilen Haizahn, einen Ammoniten und einen fossilen Seeigel, der mit über 60 Millionen Jahren so ziemlich alles andere schlägt.
Den kleinen Ammoniten haben wir in Eichstätt gefunden auf einer Exkursion und er ist auf dem Bannerbild zum Blogpost zu sehen.
Ich habe noch immer mein erstes Stofftier (sicher, trocken und geschützt “archiviert” in einer Box im Keller mit anderen Dingen), eine kleine Plüschkatze, sozusagen eine “Boomer-Mieze”. 😆 Angeblich wurde die kurz nach meiner Geburt gekauft, also auch ein ‘64er Jahrgang.
Zum Ende meiner Grundschulzeit Mitte der 1970er habe ich von meinem Papa ein Bowiemesser bekommen (er hat mir jahrelang gepredigt “schnitz von Dir weg”, dennoch stammt eine interessante Narbe auf meiner rechten Hand von diesem Messer 😆). Das Messer wird gepflegt und benutzt!
Ich habe noch eine alte Mittelformat-Klappkamera (eine Agfa “Billy” von 1930), ein Geburtstagsgeschenk meiner Frau. Die war beim Restaurieren, ich traue mich aber nicht, sie zu benutzen.
Das absolut älteste Ding, das ich besitze, lässt sich nur schätzen, aber der Herkunft von der Halbinsel am nördlichen Ende von Minnesota nach hat sich das Nugget wohl vor knapp unter einer Millarde Jahren gebildet und wurde dann durch Erosion, Tektonik und Gletscher irgendwann an die Oberfläche getragen. Ebenfalls ein Geschenk meiner Frau, weil ich “das Hundi” einfach so lustig fand.
Ich habe, als ich 1999 das erste Mal in Seattle war (erinnert sich noch jemand an eine Software namens “Visio”?) ein paar T-Shirts gekauft. Die waren damals schweineteuer, aber der Verkäufer meinte “they’ll last years, really!”. Was soll ich sagen, zwei T-Shirts leben noch, der Druck ist noch sichtbar und sie haben keine Löcher! 30 Dollar für 25 Jahre, da kannst Du echt nicht meckern! 😆 Das dürften die ältesten Kleidungsstücke sein, die ich noch habe.
Was sind Eure ältesten Dinge? Und soll ich den Blogpost übersetzen für die Leute oben oder ist Eure bevorzugte Übersetzungs-KI mittlerweile so gut, dass das gar nicht mehr notwendig ist?
2026-01-27
‘99? Ich hab noch mindestens ein Pfadfinder-T-Shirt von ‘96 im Schrank! (-:
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